Learning by doing – Tu Was!

Learning by doing – Tu Was!
Das Projekt richtet sich an Jugendliche und junge Volljährige beiderlei Geschlechts im Alter von 12 bis 25 Jahren mit unterschiedlichen sozialen Benachteiligungen und individuellen Beeinträchtigungen, die dazu geführt haben, dass sie aktuell nicht in die Schule, bzw. in die Arbeitswelt, integriert sind. Ursachen hierfür sind z.B. die mangelnde Unterstützung durch die Familie, Angst vor Leistungsversagen in der Schule, ein geringes Selbstwertgefühl, Ausdauer- und Konzentrationsprobleme, Verhaltensprobleme, psychische Belastungen, Delinquenz, geringe Motivation, geringe soziale Kompetenz, fehlende oder unrealistische schulisch-berufliche Perspektiven, noch nicht entwickelte Ausbildungsreife und nicht ausreichend ausgebildete Primärtugenden. Insbesondere betrifft dies die Tagesstruktur, ein angemessenes Werte- und Normenverständnis, Kommunikationsfähigkeiten sowie adäquate Umgangsformen.

Zielgruppe zur schulischen Integration
Das Angebot richtet sich an Schülerinnen und Schüler im Alter von 12 bis 18 Jahren, die am Lernort Schule aus verschiedensten Gründen nicht mehr an Bildung und Erziehung teilnehmen. Die Jugendlichen zeichnen sich häufig durch ein gering ausgeprägtes Selbstwertgefühl, aufgrund einer Kette von erlebten Misserfolgen in Familie, Schule oder Freundeskreis, aus. Zudem sind sie oft verhaltensauffällig, psychisch und physisch belastet und verfügen nur über sehr geringe sozialintegrative Kompetenzen.

Die Jugendlichen sind seit einem längeren Zeitraum mit den bisherigen Instrumentarien nicht mehr zu bewegen die Schule zu besuchen und alle Gesprächs- und Beratungsangebote mit den Beteiligten haben nicht gefruchtet. Die Kinder und Jugendlichen sind jedoch bereit die Hilfe anzunehmen. Eltern und die bisher zuständige Schule sichern eine Zusammenarbeit zu.

Die grundlegende Herangehensweise in der sozialpädagogischen Arbeit ist ein akzeptierender Ansatz. Über Gespräche und gemeinsames Handeln leisten die Mitarbeiter im Projekt Beziehungsarbeit und werden zu Kontaktpartnern für die Teilnehmenden des Projektes. Hierbei werden auf der Basis von Wertschätzung und Verständnis sowohl geltende Normen und Werte vermittelt als auch die aktive Beteiligung der Teilnehmenden an ihrem eigenen Entwicklungsprozess sichergestellt. Über die schulpädagogischen, sozialpädagogischen und arbeitsweltbezogenen Angebote sollen den Teilnehmenden Erfolgserlebnisse vermittelt werden, soziale Kompetenzen herausgebildet werden, sowie gezielt Motivationsarbeit geleistet werden.

Reintegration in die Schule
Im Vordergrund steht die Zielsetzung, bei den schulpflichtigen Teilnehmenden die Reintegration in die Regelschule innerhalb eines Zeitraumes von ca. drei Monaten zu erreichen. Dies setzt eine enge Kooperation mit der Schule und auch den Eltern voraus, die individuell zu erarbeitende Maßnahmen zum Integrationsprozess beinhaltet.

Ziel des sozialpädagogischen Angebotes ist es, im Rahmen des geltenden Schulrechts und des bestehenden Schulsystems in enger Kooperation mit der Schule und mit der Schulverwaltung sowie dem Jugendamt durch systematische Verzahnung mit sozialpädagogischen Maßnahmen, neue Möglichkeiten des Lernens anzubieten, ohne das Schulsystem in Frage zu stellen. Dabei gehen wir von der Erkenntnis aus, dass Schulverweigerung bei vielen Jugendlichen keine mutwillige Lernverweigerung ist, sondern ein subjektiv sinnvolles rationales Verhalten und eine plausible Strategie, sich dem persönlichen Versagensgefühl zu entziehen. Im Rahmen der pädagogischen Arbeit kann auf die besonderen Problemlagen der Kinder und Jugendlichen reagiert werden, um ihnen schulische und persönlichkeitsrelevante Erfolgserlebnisse zu ermöglichen.

Zielgruppe zur beruflichen Eingliederung
Die Zielgruppe sind Jugendliche und junge Volljährige im Alter von 16 bis 25 Jahren, die ihre Schulpflicht erfüllt haben. Sie sind im herkömmlichen Sinn nicht ausbildungsfähig, können nicht an einer beruflichen Qualifizierungsmaßnahme der Agentur für Arbeit teilnehmen, sind kognitiv im Grenzbereich zwischen Lernbehinderung und geistiger Behinderung, sind psychisch belastet, haben seelische Behinderungen oder zeigen verschiedene Verhaltensauffälligkeiten. Ziel ist der Erwerb grundlegender beruflicher Fähigkeiten und die anschließende Eingliederung in eine weiterführende berufliche Qualifizierungsmaßnahme in Kooperation mit der Agentur für Arbeit.